MedienmusikWie Gamemusiker Jobs finden

Was Du in diesem Artikel lernst: Was ein Demo-Reel für Filmmusiker und Videospielkomponisten ist Worauf es beim Erstellen eines ansprechenden Demo-Reels ankommt   Inhalte in diesem Artikel Demo-Reel, um als Gamemusiker Jobs zu findenPräsentation ist wichtig, m als Komponist für Videospiele zu arbeitenWas gehört ins Demo-Reel?Qualität eines Demopakets zählt – es ist eine BewerbungIm Demo zum Punkt kommen Demo-Reel, um als Gamemusiker Jobs zu finden Ein Demo-Reel ist Deine Audio-Visitenkarte. Ein Patentrezept gibt es natürlich...

Was Du in diesem Artikel lernst:

  • Was ein Demo-Reel für Filmmusiker und Videospielkomponisten ist
  • Worauf es beim Erstellen eines ansprechenden Demo-Reels ankommt

 

Demo-Reel, um als Gamemusiker Jobs zu finden

Ein Demo-Reel ist Deine Audio-Visitenkarte. Ein Patentrezept gibt es natürlich nicht, denn wenn es ein Patentrezept gäbe, hätten entweder alle Komponisten alle Aufträge, was per se schon nicht möglich ist und dazu führen würde, dass diejenigen, die genau das Gegenteil des Patentrezepts liefern, aus der Menge herausstechen und die Aufträge sichern würden.

Was es aber gibt, sind ein paar vielversprechende und logische Tipps und Tricks, die bei der Erstellung für Dein Demo-Reel von Bedeutung sein können.

Präsentation ist wichtig, m als Komponist für Videospiele zu arbeiten

Die Präsentation Deines Demos ist wichtig. Es ist nicht so, dass Developer so viele Demos erhalten, wie z.B. die Talentsucher bei den Plattenfirmen, aber trotzdem sollte man bereits durch die Präsentation sicherstellen, dass das Demo nicht ungehört im Müll verschwindet oder: „Ich bin ein Anfänger“ in die Welt schreit.

Es gilt also einerseits, aus der Menge herauszustechen. Aber andererseits, dadurch nicht unprofessionell zu wirken. Wie man das bewerkstelligen kann, ist natürlich schwierig und hängt vor allem von der Persönlichkeit des Producers ab. Jeder Mensch ist eben unterschiedlich, der eine eher ernster, die andere eher lockerer. Was den einen begeistert, kann bei der anderen Befremden auslösen und umgekehrt. Wichtig zu wissen, ist, dass Videospielefirmen ernsthafte Unternehmen sind. Man sollte sich das also nicht so vorstellen, wie in einem Spielwarengeschäft oder Vergnügungspark, wo alle munter und fröhlich sind. Und das ist eben die große Problematik: Wir wollen ein Paket, das auffällt aber nicht unprofessionell oder kitschig wirkt.

Ein beiliegender Brief, der den Producer „duzt“ oder allzu jugendliche, coole Sprache enthält ist also fehl am Platz. Abgesehen davon, wirst Du viele Bewerbungen auf Englisch versenden, wenn Du die enormen Möglichkeiten des internationalen Marktes nutzen möchtest. Du solltest hier also darauf achten, dass Dein Brief gut verständlich und fehlerfrei ist.

Ob Du ein normales Paket veschickst, oder es eventuell farbig machst, bleibt Dir überlassen. Ein farbiges Paket an sich steht zunächst einmal heraus. Kitschig und unprofessionell wird’s dann, wenn noch Motive (kleine Hündchen o.ä.) oder – schlimmer noch – selbst gemalte Motive auf dem Päckchen sind.

Was gehört ins Demo-Reel?

Darin befinden sollte sich die CD mit Deinem eigentlichen Demo-Reel. Abgesehen davon ein Anschreiben mit kleiner Biographie (falls sich das lohnt. Die Ausbildung zum Bürokaufmann in der Kohlebranche gehört dort also nicht rein). Und einem Cue-Sheet – also der Angabe, welche Songs sich auf dem Demo befinden und aus welchem Spiel diese stammen. Falls Du noch kein Spiel vertonen konntest, beschreibe zumindest, für welchen Stil Du Dir das gedacht hattest (Rollenspiel im Mittelalter, Strategiespiel in der Zukunft, usw.)

Ein besondere Technik ist die „Shock’n’Ease“-Technik. Diese Technik ist aus dem Direktmarketing bekannt. Sie basiert darauf, dass Du jemanden ein Paket schickst, in dem sich etwas befindet, was er nicht erwartet, was ihn zunächst schockiert und ihm schließlich gefällt. In diesem Fall könnte dies z.B. ein billiger tragbarer CD-Spieler mit Kopfhörern sein, in dem sich die Demo-CD befindet und direkt abgespielt werden kann (oder ein USB-Stick mit Kopfhöreranschluss und Kopfhörern, auf dem sich die Musik befindet). Sowas löst unwillkürlich eine besondere Aufmerksamkeit beim Producer aus. Aber der Schuss kann auch nach hinten losgehen (z.B. insofern, als dass der Producer dies bereits als Beeinflussung versteht und das Paket zurückschicken lässt). Shock’n’Ease kann effektiv sein, ist aber natürlich auch kostspielig. Und wenn die Qualität der Musik nicht stimmt, kannst Du noch so sehr Shock’n’Ease-Techniken anwenden und wirst trotzdem nicht punkten können.

 

 

Qualität eines Demopakets zählt – es ist eine Bewerbung

Nehmen wir einmal an, Du verwendest hochwertiges Briefpapier, hast ein überzeugendes Anschreiben formuliert, ein grünes Päckchen geschnürt und das kommt nun so beim Producer an. Der öffnet es, holt das Anschreiben und die CD heraus, legt sie ein, drückt auf Play, faltet in der Zeit Dein Anschreiben auf und bevor er überhaupt über die Anrede hinaus kommt, zerknittert er es schon wieder. Er holt die CD aus dem Player, stopft beides in die Box und legt sie zur Seite, um sie später zu entsorgen.

Und warum? Weil die Qualität Deiner Aufnahme schlecht war. Denn alles hilft nichts, wenn Deine Musik nicht zu 100% überzeugend ist. Und dazu gehört neben der Komposition auch die Produktion. Wenn Deine Gitarre nach einer „Keytarre“ – also einem schlechten Sampler – klingt oder Dein Orchester mehr nach Midi-Orchester von 1997, als nach echtem Orchester klingt, kannst Du noch so schönes Briefpapier verwenden, Du wirst trotzdem scheitern.

Investiere daher vor allem in die Qualität Deiner Musik. Buche ein echtes Orchester in einem professionellen Tonstudio, wenn es sein muss. Und verwende keinesfalls Songs, von denen Du denkst, dass die hervorragende Komposition eine eher schlechtere Produktionsqualität wett macht. Kein Rauschen, keine Unauthentizität, keine Verspieler oder Quantisierer oder Übersteurer. Null Toleranz. Auf Dein Demo sollte nur das Beste vom Besten kommen. Nur State-of-the-Art-Musik.

 

Im Demo zum Punkt kommen

Der Spruch „Don’t bore us, bring us to the chorus!“ (Langweile uns nicht, bringt uns zum Chorus/ Refrain) aus der Welt der Plattenfirmen findet auch hier Anwendung. Producer sind vielbeschäftigte Menschen und haben nicht auf Dein Demo gewartet. Stelle also Deine besten Songs direkt an den Anfang. Keine langen Intros, versuche stattdessen so gut es geht, direkt auf den Punkt zu kommen. Also sofort zu überzeugen.

Weniger ist mehr. Nicht länger als fünf bis maximal sieben Minuten sollte ein Demo sein. Zeige ruhig Deine Vielseitigkeit durch unterschiedliche Stile aber – nochmals – nimm nur das Beste!

 

Musikwissen.com

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