MusikbusinessSongwritingMit Musik Geld verdienen

Wie findest du einen Musikverlag? Womit kannst du potenzielle Rechteverwerter von deinen Songwriterqualitäten überzeugen? Was hilft beim Finden einer Musikfirma, die in dich investiert? Und wie lassen sich lukrative Konzerte und Auftritte ergattern? Neben dem zweifelsohne sehr wichtigen Networking, ist ein aussagekräftiges Demo-Paket Mittel der Wahl. Songwriter müssen sich im Gegensatz zu einem Demo-Paket, das ein Musiker oder eine Band, zu einem Musikunternehmen schickt, nicht so sehr auf die eigene Person fokussiert sein. Denn beim...

Wie findest du einen Musikverlag? Womit kannst du potenzielle Rechteverwerter von deinen Songwriterqualitäten überzeugen? Was hilft beim Finden einer Musikfirma, die in dich investiert? Und wie lassen sich lukrative Konzerte und Auftritte ergattern? Neben dem zweifelsohne sehr wichtigen Networking, ist ein aussagekräftiges Demo-Paket Mittel der Wahl. Songwriter müssen sich im Gegensatz zu einem Demo-Paket, das ein Musiker oder eine Band, zu einem Musikunternehmen schickt, nicht so sehr auf die eigene Person fokussiert sein. Denn beim Songwriter zählt nicht der Verkaufswert des Gesichts, der Stimme und der Persönlichkeit, sondern natürlich die Qualität der geschriebenen Songs.

Geld verdienen mit Musik erfolgt immer innerhalb eines Marktes

Wir befinden uns in der Musikbranche innerhalb eines Markts. Ein Markt wird immer von Nachfrage und Angebot bestimmt. Unser Produkt? Eine Komposition, die gerne gehört wird und den performenden Künstler beim Erfolg hilft. Oder eine Band, die Fans an sich bindet und langfristig vermarktet werden kann.

Idealerweise sollte Popmusik heute dafür sorgen, dass ein Popmusiker viele Exemplare eines Tonträgers verkauft, Fans seine Konzerte besuchen, Discos die Songs spielen und Radiostationen die Songs lieben.

Songs können aber selbstverständlich auch unabhängig von der Popmusik erfolgreich sein. Beispielsweise dann, wenn ein Song für eine Fernsehsendung, Werbung, einen Film, ein Videospiel oder einen anderen Zweck gedacht ist. Aber auch hier bestimmt der Markt die Bedingungen.

Überaus wichtig ist daher, dass wir uns an der Nachfrage orientieren. Es hat also absolut keinen Sinn, unsere Songs auf Demo-CDs zu packen und sie durch die Weltgeschichte zu senden. Wir müssen genau wissen, für welchen Zweck unseres Songs geeignet sind und dann auf dem Markt denjenigen finden, der daran Bedarf hat.

Schritt eins, um mit Musik Geld zu verdienen ist daher die Analyse

Der erste Schritt besteht darin, unseren Stil zu definieren. Meistens ist es relativ eindeutig. Schreibst du moderne Poplieder, Schlager, Volksmusik, Deutsch oder Englisch, Rock oder Jazz? Schreibst du Lieder, die für den Massenmarkt tauglich sind? Oder eher Lieder, deren Hitpotenzial nicht so existent ist? Sei nüchtern und fälle deine Entscheidung auf Basis der Realität. du kannst auch die Meinung von Freunden oder Familienmitgliedern miteinbeziehen.

Die Aufgabe ist nun, entsprechende Verwerter zu finden. Schreibst du also Schlagermusik, so solltest du nach Musikverlagen oder Musikunternehmen (Plattenfirmen) Ausschau halten, die im Schlagergeschäft tätig sind.

Wenn du besonders motiviert bist, kannst du auch nach Künstlern suchen, denen du deine Songs zuschickst. Da dies häufig bei bekannten Musikern relativ schwer ist, kann es sich auch lohnen an Newcomer oder kleinere Bands heranzutreten. Denke immer daran: Kleinvieh macht auch Mist und wenn ein Newcomer doch den durchbruch schafft, dann wäre es ja nicht schlecht, wenn du bereits mit ihm oder ihr bekannt bist.

Schritt zwei, um mit eigener Musik Geld zu verdienen ist das Demo-Paket

Was in ein Demo-Paket für Songwriter gehört, ist nicht so genau definiert. Das Wichtigste ist natürlich die Musik. Heutzutage läuft im Prinzip alles über MP3s per E-Mail oder eine eigene Website. Hin und wieder werden auch noch CDs akzeptiert. Dies wird jedoch immer seltener.

Nicht jedes Musikunternehmen akzeptiert übrigens unverlangt eingesandte Demo-Pakete. Frage daher kurz telefonisch nach, bevor du Geld und Zeit investierst. Nur so kannst du herausfinden, ob Demo-Pakete erwünscht sind und wer der entsprechende Ansprechpartner ist. Denn dann kommen die Demos auch an und werden angehört.

Wenn ein Demo per Post gewünscht wird, lege deinem Demo-Paket ein persönliches Anschreiben bei. Gehe darin ruhig auch auf deine Karriere und bisherigen Erfolge ein. Eine handschriftliche Unterschrift, zeigt, dass es sich nicht um ein Massen-Demo handelt, das wahllos an alle möglichen Musikverlage versendet worden ist.

Sehe allerdings davon ab, dieses Anschreiben rein handschriftlich zu gestalten – das ist einfach nicht mehr zeitgemäß und könnte als Unprofessionalität ausgelegt werden. Bei deinem Rohling, sofern einer beiliegt, sollte es sich nicht unbedingt um einen billigen Discounter Rohling handeln. Das ist einfach eine Sache des guten Eindrucks. Lege also einen Markenrohling bei oder direkt einen, den du bedruckt hast. Sehe davon ab, die Rohlinge selbst zu bedrucken (beispielsweise mit diesen leenden Papier-Klebelabels).

Wenn ein solches Label nicht exakt auf den Rohling aufgebracht wird, erzeugt es bei dem Rohlingen bei hohen Drehgeschwindigkeiten eine Unwucht, die das komplette CD-Laufwerk deines Ansprechpartners ruinieren kann. Und wer möchte schon so in Erinnerung bleiben? Häufig werden mit Label bedruckte Rohlinge überhaupt nicht erst eingelegt. Auf den Rohling gehört auf alle Fälle deine Adresse, dein Namen, eine Möglichkeit dich zu erreichen und eine Titelliste. Denke immer daran, dass dein Demo-Paket auf gewisse Art und Weise auch deine Visitenkarte ist. Die Art und Weise, wie es daherkommt, kommuniziert bereits einen ersten Eindruck. Achte daher darauf, dass alle Komponenten dich in zufriedenstellendem Ausmaße repräsentieren und durchweg einen professionellen Eindruck machen.

Lege außerdem die Songtexte gedruckt bei. Es ist nicht wichtig, dass du außerdem einen kleinen Text beilegst, der erklärt, wie jeder Song zustandegekommen ist und warum du ihn geschrieben hast. Interessant ist lediglich der Text, die Melodie und die Harmonie. Vergiss nicht, auch auf die Blätter, die die Songtexte enthalten, deine Kontaktdaten zu notieren. Manchmal geht es auch in den Büros von Musikverlagen drunter und drüber und es kann nicht schaden, wenn jedes Einzelstück, das sich in deinem Demo-Paket befindet, auch diesem zuzuordnen ist.

Der wichtigste Faktor, wenn man mit Musik Geld verdienen möchte, ist natürlich die Musik

Überlege dir hier genau, was das Ziel ist und behalte dabei immer im Hinterkopf, dass der Empfänger nicht ausschließlich dein Demo-/ Promokit erhält, sondern unzählige von unzähligen Menschen. Er wird deiner Musik also nicht die Bedeutung zumessen, die du ihr zumisst.

Generell gilt also: Auf eine Demo-CD gehören maximal 3-5 Songs. Kürze das Intro (verwende am Besten überhaupt kein Intro). Intros sind nett – aber sie nerven ungemein, wenn man – sagen wir – 30 Songs von unterschiedlichen Songwritern nacheinander anhören möchte. Nach spätestens dem 3. Song wird (wenn man Glück hat) rigoros nach vorn gespult oder (wenn man kein Glück hat). Oder eben direkt das Absage-Schreiben rausgesendet.

Was allerdings auch nicht unterschätzt werden darf, ist die Qualität der Musikaufnahme. Vorbei sind die Zeiten, in denen ein schlecht gesungenes Demo aufgrund der Qualität der Komposition doch noch überzeugen konnte. Es ist mittlerweile relativ einfach und günstig seinen Song bei einem kleinen Tonstudio oder im eigenen Homestudio selbst aufzunehmen oder engagierte Musiker damit zu beauftragen.

Schritt vier zum Geld verdienen mit deiner eigenen Musik sind Beweise der Vermarktbarkeit

Die Musikbranche ist ein wirtschaftliches Feld. Niemand hat dort Interesse daran, einen unbekannten Künstler kostspielig aufzubauen und den nächsten “Superstar” und Millionär zum Erfolg zu verhelfen. Vielmehr kaufen Musikunternehmen ein Produkt – egal ob Song oder Künstler- bei dem sie davon ausgehen, dass es erfolgreich für Einnahmen sorgen wird.

Es gilt das Motto: Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott. Versuche das Rauschen des Marketings zu durchbrechen und dir Gehör zu verschaffen. Sofern du bereits als Musiker erfolgreich warst, beispielsweise bei einem Wettbewerb gewonnen hast, vielleicht sogar bereits ein Lied bei einem bekannten Künstler unterbringen konntest oder positive Kritik von namhaften Branchenexperten erhalten hast, lege diese Auszüge definitiv bei. Gleiches gilt, wenn ein Song vor einem Test-Publikum so erfolgreich war, dass direkte Kaufnachfrage entstanden ist.

Verliere nie aus den Augen, dass es hier um Business geht. Alles, was hilft, den Eindruck zu bestärken, dass die Untervertragnahme deiner Musik, zu kommerziellem Erfolg führt, ist hilfreich. Vermeide aber maßlose Übertreibungen – dies kann schnell arrogant rüber kommen. Und auch der Charity-Auftritt beim örtlichen Altenheim ist weniger hilfreich.

Schritt fünf, um mit Musik Geld zu verdienen ist das Management eigener Erwartungen

Es ist nicht einfach, auf Anhieb einen Musikverlag oder ein Musikunternehmen zu finden. Sieh es daher sportlich. Absagen gehören zum Leben und auch die Beatles mussten darunter leiden. Manchmal gehört eben auch ein bisschen Glück dazu. Erhältst du regelmäßig Absagen, so kann es auch an der Qualität deiner Songs liegen. Denke immer daran, dass du Musik für einen Markt produzierst. Wenn deine Musik also nicht so klingt wie das Zeug, was in den Charts läuft, so ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass kein Musikverlag und keine Plattenfirma, die in diesem Marktsegment tätig sind, daran Interesse haben werden. Bleib trotzdem am Ball, verschicke regelmäßig Demo-Pakete an die richtigen Ansprechpartner und lass dich nicht demotivieren.

Versuche einfach das Beste hinzubekommen, das dir möglich erscheint und Dich kontinuierlich zu verbessern. Es gibt viele, die keinen einzigen der erwähnten Tipps und Tricks kennen und trotzdem ihre Demokits versenden. Ihnen gegenüber bist du also definitiv im Vorteil.

 

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